Zum letzten
Mal steht Heiko Gröger in einem Punktspiel
des ASV Hollfeld an der Außenlinie. Gleiches
gilt übrigens auch für seinen Co-Trainer
Heiko Richter und den scheidenden
Torwarttrainer Matthias Kellner. Seine
Schützlinge beschließen die Saison am
Samstag um 16.00 Uhr zu Hause gegen den 1.FC
Trogen, der bereits als Bayernligist
feststeht.
Außer gegen
Neudrossenfeld, das am vergangenen Samstag
mit einem fulminanten Sieg gegen Bayreuth am
ASV vorbeigezogen ist, hätten die
Gröger-Schützlinge nach dem Stand der Dinge
gegen die anderen Gegner (siehe Info) im
zweiten Spiel Heimrecht.
„Wir wollen unser letztes Heimspiel
gewinnen. Ob wir dann vor oder hinter
Neudrossenfeld stehen, ist nicht so
entscheidend für uns.“ misst
Heiko Gröger der Tatsache des
Europapokalmodus nicht so hohe Bedeutung
bei. In finanzieller Hinsicht gilt übrigens
der übliche vom Verband vorgeschriebene
Abrechnungsmodus mit Einnahmenteilung nach
Abzug der Verbands- und
Schiedsrichterkosten, so dass es auch
diesbezüglich eher unbedeutend ist, ob man
im zweiten Spiel Heimrecht genießt.
Mehr als die
Tabellensituation steht aber am Samstag der
Abschied von Heiko Gröger im Fokus. Nach
acht äußerst erfolgreichen und mit vier
Aufstiegen in Folge wohl einmaligen
Spielzeiten, wird er bei der letzten
Heimpartie offiziell verabschiedet. Was geht
dem scheidenden Trainer im Vorfeld durch den
Kopf?
“Natürlich viel Positives, auf das man
zurück blicken kann. Bei den ganzen Erfolgen
und vielen schönen Erinnerungen geht man mit
viel Wehmut. Es wird am Samstag sicherlich
sehr emotional. Wenn man so lange bei einem
Verein ist, hat man sich aber auch schon in
den vergangenen Jahren mal vor Augen
geführt, wie es sein könnte, wenn der Tag
kommt. Jetzt ist er da!“
In der fünften
Landesligasaison wird Heiko Gröger dann auf
der Bayreuther Kommandobrücke stehen. Gilt
auch der Blick nach Bayreuth gegen Haibach?
„Natürlich
interessiert mich das, was in Bayreuth
passiert. Ich habe mir aber sagen lassen,
dass sich die Mannschaft gegen
Neudrossenfeld unterirdisch präsentiert hat.
So braucht es erst einmal einer
hundertprozentigen Kehrtwendung, um gegen
Haibach zu bestehen und dann muss man sehen,
was Selbitz macht, das ja angekündigt hat,
unbedingt in die Relegation zu wollen.“
Der eigenen
Mannschaft traut Heiko Gröger in der
Relegation noch einiges zu. Blickt man auf
die letzten Jahre, kommt das nicht von
ungefähr, ist der ASV doch sehr
relegationserprobt.
„Auch wenn
die neue Bayernliga vielleicht nicht so
attraktiv sein wird, wie die Landesliga mit
vielen Derbys, ist es für jeden Spieler
immer erstrebenswert eine Klasse höher zu
spielen. Es ist ja auch spannend neue
Mannschaften in neuen Stadien zu treffen.“
glaubt Heiko Gröger, der seine
Mannschaft in den letzten beiden Spielen bei
nur etwa 60 bis 70 Prozent des
Leistungsvermögens sah, dass seine Spieler
den Hebel spätestens zur Relegation umlegen
werden.
„Ich werde nach dem Trogenspiel nochmals
Einzelgespräche mit meinen Spielern führen,
um die Vorbereitung genau auf deren
Bedürfnisse abzustellen. Mit Beginn der
Relegation werden wir voll da sein, davon
bin ich fest überzeugt.“ Die
Frage nach dem Wunschgegner beantwortet
Heiko Gröger schlicht und einfach mit einem
„Egal …
Es werden vier Topspiele nötig sein, in
denen Du jeden Gegner schlagen musst.“
fährt der ASV-Trainer fort.
Personell
stehen Ricardo Persigehl, der noch verletzt
ist und dessen Einsatz auch für die
Relegation in Frage steht, sowie der noch in
diesem Spiel gesperrte Dominik Schorn nicht
zur Verfügung. Hinter Philipp Schmidt, der
am Wochenanfang noch krank war, steht ebenso
ein Fragezeichen wie bei Johannes Wagner,
der sich mit Rückenproblemen herumschlägt. (hh)
INFO: Bereits am
Sonntagvormittag wird in Landshut unter
anderem auch die Relegation zur Bayernliga
ausgelost. Nach dem vergangenen Wochenende
ist es wahrscheinlich, dass der FC
Burgkunstadt, der TSV Neudrossenfeld, der
ASV Hollfeld und höchstwahrscheinlich der FC
Vorwärts Röslau, als Spitzenreiter der
Bezirksoberliga, in einem Lostopf landen
werden. Es werden daraus quasi zwei
Halbfinals, die in ein Endspiel münden
ausgelost. Die Entscheidung erfolgt jeweils
in zwei Spielen (Hin- und Rückspiel) nach
dem Europapokalmodus. Die besser platzierte
Mannschaft oder das höherklassige Team darf
zunächst auswärts antreten. Beginn der
Relegation ist am Donnerstag, den 24. Mai um
18.30 Uhr. Das Rückspiel findet am
Pfingstmontag (28.5.) statt. Das erste
Endspiel steigt dann am Sonntag, den 3. Juni
und wird mit dem alles entscheidenden Spiel
am 6. oder 7. Juni (Fronleichnam)
abgeschlossen.